Wer Kapital anlegen möchte, steht selbstverständlich vor der Frage, wie man es am sichersten anlegt. Und natürlich soll es nicht einfach nur irgendwo geparkt werden – schließlich sollte man Kapital auch arbeiten lassen. Die meisten Menschen blicken nach ein paar wohlmeinenden Tipps kaum noch durch aufgrund all der verlockenden Möglichkeiten und Angebote.
Ganz grundsätzlich sollte man sich zunächst überlegen, was man überhaupt vorhat mit seinem Kapital. Braucht man es vielleicht in absehbarer Zukunft? Dann muss es eine kurzfristige Kapitalanlage sein. Braucht man das Kapital mittelfristig? Dann kann man es entsprechend länger anlegen. Braucht man das Kapital vielleicht sogar überhaupt nicht, möchte es aber so anlegen, dass es seinen Wert erhält, vielleicht noch im Wert wächst? In diesem Fall sprechen wir von einer Wertanlage und nicht von einer Kapitalanlage.
Eine Wertanlage zu tätigen bedeutet, man investiert sein nicht benötigtes Kapital in etwas, das im Wert stabil bleibt oder zumindest gute Aussichten auf Stabilität mit sich bringt, vielleicht sogar auf Wertsteigerung.
Experten empfehlen Anlegern als Wertanlage häufig Diamanten. Sie behalten nicht nur ihren Wert, sondern steigen sogar im Wert. Das investierte Kapital wieder flüssig zu machen, geht meist recht schnell durch Verkauf – Interessenten gibt es hierfür immer.
Andere Berater empfehlen die Geldanlage in Gold. Die Preise für Edelmetalle schwanken, Gold jedoch bleibt relativ stabil und hat gute Aussichten auf eine Wertsteigerung.
Als sicherste und vernünftigste Anlagemöglichkeit gilt noch immer die Anlage in einer Immobilie. Dabei kann man die Immobilien kaufen oder bauen. Auch wenn der Wert einer Immobilie den Betrag des anzulegenden Kapitals übersteigt, sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Eine Finanzierung mit der Sicherheit einer Immobilie ist grundsätzlich möglich – die Abzahlung erfolgt über die monatliche Miete, wenn man das Objekt vermietet. Nach dem Ende der Finanzierung hat das angelegte Kapital immerhin so intensiv arbeiten können, dass das komplette Objekt davon abgezahlt werden konnte.
Wer sich nicht mit einer Immobilie belasten möchte, aber auch den Investitionen in Edelmetalle oder Diamanten nicht so recht vertraut, sollte eine kapitalbildende Lebensversicherung in Betracht ziehen.
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Was ist die beste Wertanlage für mich?
Bewertung von Fonds
Offene Investmentfonds galten auf der ganzen Welt lange Zeit als attraktive Geldanlage. Der Vorteil: Man braucht den Aktienmarkt mit seinen komplizierten Regeln nicht selbst zu beobachten, sondern überlässt das Geldanlegen den Profis aus den sogenannten Investmentgesellschaften. Durch den Erwerb eines Fondsanteils wird man Miteigentümer und hat so Anspruch auf Gewinnbeteiligung und Anteilsrückgabe. Allerdings ist ein solcher Fonds natürlich auch immer mit gewissen Risiken behaftet, über die man sich schon beim Kauf so weit wie möglich im Klaren sein sollte. Das Problem: Viele Anleger können nicht adäquat beurteilen, wie risikoreich der Fonds tatsächlich ist oder welche Besonderheiten es zu beachten gilt. Und hier kommt das sogenannte Fonds Rating ins Spiel. Verschiedene Dienstleister beurteilen dabei den Fonds nach verschiedenen Kriterien und vergeben danach Schulnoten, an denen sich der Anleger orientieren kann. Um eine internationale Vergleichbarkeit zu schaffen, bilden angelsächsische Schulnoten die Basis. Diese reichen von AAA, der besten Kategorie, bis C, der schlechtesten.
Ist ein Sparbrief eine gute Geldanlage?
Was ist ein Sparbrief? Dabei handelt es sich um ein festverzinstes Anlageprodukt, bei dem Laufzeit und Zinsen über die gesamte Anlagedauer festgeschrieben werden. Die Laufzeit beträgt bis zu maximal zehn Jahren und macht aufgrund der festen Verzinsung eine optimale Finanzplanung für Anleger möglich. Sparbriefe werden von nahezu allen Banken sowie Sparkassen angeboten und unterschieden sich stark in ihren Konditionen.
Der klassische Sparbrief wird hierbei zu seinem Nennwert erworben und jährlich verzinst, wobei die Zinsen zur freien Verfügung gestellt werden. Bei abgezinsten Sparbriefen hingegen werden die zu erwartenden Zinsen im Voraus vom Nennwert abgerechnet, womit sich ein günstigerer Kaufpreis ergibt. Eher seltener werden Sparbriefe mit steigenden Zinssätzen vergeben, die sich in ihrer Gestaltung am Modell der Bundessschatzbriefe orientieren.
Wie werden ein Sparbriefe angelegt? Der Bankkunde entscheidet sich zunächst für einen verfügbaren Vermögensbetrag, welchen er gern in Form eines Sparbriefes zinsgünstig anlegen möchte. Beachtet werden muss hierbei lediglich, dass manche Banken eine Mindestanlagesumme fordern und dass das Geld erst nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit wieder zur Verfügung steht. Entgegen dem Tagesgeld ist demnach beim Sparbrief keine freie Verfügbarkeit des Anlagebetrages geboten. Über seinen angelegten Betrag bekommt der Bankkunde dann eine Urkunde ausgehändigt, auf der der jeweilige Nennwert verzeichnet ist. Das Kreditinstitut geht mit dieser Urkunde, die Verpflichtung ein, seinem Kunden den angelegten Betrag zu einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt sofort zur Verfügung zu stellen.
Lohnen sich Sparbriefe? Sparer, die den angedachten Betrag über die gesamte Laufzeit entbehren können, erhalten hiermit eine lukrative, zinsgünstige Anlagemöglichkeit. Die Zinshöhe orientiert sich hierbei am Niveau des Finanzmarktes; zu erwarten sind etwa vier bis fünf Prozent Zinsen. Ähnliche Zinsen bietet das Tagesgeldkonto, auf welches jedoch ein tagesaktueller Zugriff in voller Höhe möglich ist. Sparbriefe lohnen sich also, wenn der angedachte Betrag auf „die hohe Kante“ gepackt werden und nicht zeitnah ausgegeben werden soll. Sparbriefe als auch Tagesgeldkonten bieten durch den Einlagensicherungsfonds eine maximale Anlagesicherheit.


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